2. Liga / 3-2 Sieg über Lindow/Gransee

Unglaublicher Kraftakt, unglaublicher Wille, unglaublicher Jubel_Foto: Tamo Schwarz

Nachdem die ersten beiden Sätze überdeutlich an die Gäste aus Lindow/Gransee abgegeben werden mussten (15:25, 17:25), konten die Männer um Trainer Thomas Kröger ihre Leistung deutlich steigern und gewannen schließlich mit 25:19, 25:17 und 15:10 das überaus wichtige Spiel gegen den Tabellennachbarn mit 3:2. Damit festigte das Volleyball Team Kiel den 9. Tabellenplatz.

Dabei sah es zuerst nach allem anderem als ein Happy End aus. In diesem so wichtigen Spiel agierten die Kieler viel zu verkrampft. Die Annahme agierte oftmals zu ungenau und machte einen geordneten Spielaufbau so sehr schwer.  Auch in den anderen Spielelementen schafften die Kieler es nicht, den Gegner so unter Druck zu setzen, dass sich ein spannendes Spiel entwickeln konnte.  So gingen die ersten beiden  Sätze sehr deutlich und verdient an die Gäste. Was dann genau geschah, kann man nicht wirklich sagen. Es wirkte so, als ob die beiden Mannschaften ihre Trikots getauscht hätten. Denn nun waren es die Kieler, die ihrerseits viel entschlossener agierten und immer wieder von unnötigen Fehlern der Lindow/Granseer profitierten. Angetrieben von einem laustarken Kieler Publikum schaffte das VTK somit den Satzausgleich und nach über 100min sollte der Tiebreak entscheiden, welches Team die so wichtigen Punkte gegen den Abstieg einsacken darf. Nach  ausgeglichenem Beginn waren es jetzt wiederum die Kieler, die sich früh absetzen konnten und den Tiebreak schließlich deutlich für sich entscheiden konnten.

Verfolgt uns auch ganz aktuell unter https://www.facebook.com/VolleyballTeamKiel

 

16.01.2012

Kieler Nachrichten: Lüdike und Emotionen gaben Schub

VT Kiel nach 0:2 noch 3:2 gegen Lindow

 

Von: Tamo Schwarz

Kiel. Eine Mannschaft zeigt ihre zwei Gesichter: In der Zweiten Volleyball-Bundesliga drehte VT Kiel in einem spannenden Sonnabendabend-Krimi einen 0:2-Satzrückstand gegen den SV Lindow-Gransee und siegte am Ende in mitreißender Manier mit 3:2 (15:25, 17:25, 25:19, 25:18, 15:10). Überragender Akteur war dabei Diagonalangreifer Florian Lüdike.

Lüdikes Ass zum 14:10 im Tie-Break war die Vorentscheidung, im kollektiven Jubelkreis entlud sich die Anspannung
im Team von Trainer Thomas Kröger. Und der 28- jährige Angreifer mit dem starken linken Arm zeigte sich erleichtert und „extrem glücklich über den Sieg im Vier-Punkte-Spiel“ gegen Lindow. Ein Sieg, nach dem es in den ersten zwei Sätzen ganz und gar nicht aussah, als Lüdike als Alleinunterhalter agierte und Lindow all das hatte, woran es bei VT mangelte: eine stabile Annahme, Abwehrreflexe, solide Blockarbeit und Aufschläge mit Nachdruck. Auf Seiten der Kieler regierten Verunsicherung und „Angst vor der Verantwortung“ (Lüdike). Also musste Coach Kröger seinen Schützlingen auf die Sprünge helfen und traf an diesem Tag zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Entscheidungen.

Er verhalf Libero Kristian Ewald im zweiten Satz zu einer Verschnauf- und Denkpause, in der Michel Bargmann als Ersatz zwischen dem 10:10 und 15:23 wenig bewirkte, Ewald jedoch wach und stabil zurückkehrte. Er brachte in Annahme  und Angriff Nils Rohde, der sich erneut präsent, motiviert, mit allen Qualitäten eines Führungsspielers ausgestattet einbrachte. Ewald, Rohde, Florian Huth, das war der Annahmeriegel, der fortan die Aufholjagd einleitete. Kröger ermöglichte David Poniewaz die Rückkehr auf seine bevorzugte Position im Mittelblock. Und auch Jannes Klee hatte seinen Anteil am Drei-Sätze-Lauf, nachdem er schon im ersten Satz für den erneut am Finger gehandicapten Björn Blumtritt gekommen war. Rohde, Lüdike, Huth, Poniewaz versenkten jetzt Ball für Ball, egal, ob gegen einen Zweier- oder Dreiblock. Das Kieler Publikum ließ sich mitreißen, schüchterte auch den lautstarken Lindower Fanblock immer mehr ein.

Mit den Emotionen im Rücken zog VT im Tie-Break von 5:4 auf 11:6 davon, Coach Kröger lobte nach dem dritten Heimsieg der Saison die Protagonisten seiner Rotation und verteilte fleißig Komplimente – allen voran an Florian Lüdike: „Er war überragend, der entscheidende Mann.“


VT Kiel: Bargmann, Blumtritt, Ewald, Huth, Klee, Krieblin, Krug, Lüdike, B. Poniewaz, D. Poniewaz, Rohde,  Schmäschke, Sievers – Zuschauer: 250.

AnhangGröße
Kieler Nachrichten (16.01.2012): Lüdike und Emotionen gaben Schub454.1 KB
Märkische Oberzeitung (15.01.2012): Die Führung aus der Hand gegeben71.88 KB