2. Liga / Bittere Niederlage gegen VCO Berlin

Am Samstag Abend mussten die "Adler" in der 2. Bundesliga eine bittere Niederlage einstecken - 1:3 lautete das Ergebnis. Nachdem der erste Mit 25:20 gewonnen wurde, konnten die Mannen um Trainer Thomas Kröger nicht an die Leistung des ersten Satzes anknüpfen und verloren die folgenden drei Sätze mit 19:25, 23:25 und 22:25. Trotz der aufwärts zeigenden Formkurve in den letzten Wochen, konnten die Kieler gegen die Internatler vom VCO Berlin erneut keinen Sieg einfahren.

Die Vorzeichen vor dem Spiel waren so gut wie lange schon nicht mehr, stand Coach Thomas Kröger doch seit längerer Zeit endlich wieder der komplette Kader zur Verfügung. Der Trainer hatte also die Qual der Wahl und schien sich für die richtige Startsechs entschieden zu haben, denn nach einer ausgeglichenen Anfangsphase, konnten sich die Kieler langsam absetzen. Aus einer sicheren Annahme heraus konnte ein variables Spiel aufgezogen werden und alle Kieler Angreifer brachten ihre Angriffe zu einem großen Teil durch. Dies führte dann auch zu einem sicheren Satzgewinn. Der 2. Satz sollte dann aber wieder an das Tecklenburg-Spiel erinnern, bei dem man nach einem gewonnen Auftaktsatz auch unerklärlicherweise im nächsten Satz einbrach. Während die Kieler in vielen Aktionen die Genauigkeit aus dem Auftaktsatz vermissen ließen, stabilisierten die Berliner ihre Annahme und konnten somit vermehrt im Schnellangriff punkten. Im 3. Satz konnten die Kieler dann wieder an die Leistung aus dem Auftaktsatz anknüpfen und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit gut spielenden Berlinern. Erst zur 2. technischen Auszeit hin, schafften es die Gastgeber sich leicht mit 16:13 abzusetzen. Doch wie so oft in letzter Zeit, schafften es die Kieler nicht den Vorsprung über die Zeit zu bringen und wenig später führten die Gastgeber mit 23:21. Ihrerseits konnten die Berliner die knappe Führung dann ins Ziel retten und gingen mit 2:1 Sätzen in Führung. Von dem knappen Satzverlust wirkten die Kieler nun angeschlagen und erst zur 1. technischen Auszeit hin (2:8) wachten die Kieler wieder auf. Angetrieben von einem lautstarken Publikum schafften die Kieler beim 12:12 den ersten Ausgleich und konnten wenig später sogar in Führung gehen. Doch auch in diesem Satz wieder das leidige Bild wie in vielen vorangegangen Sätzen. Obwohl das Momentum aufgrund  der Aufholjagd auf Seiten der Kieler liegen müsste, gewinnen die Gäste die entscheidenden Ballwechsel und siegen letztlich sicherlich nicht unverdient mit 1:3.

 

14.11.2011

Kieler Nachrichten: VT Kiel bricht gegen Berlin ein

Volleyball Zweitligist erstarrt beim 1:3 gegen VCO in Verunsicherung

 

Von: Tamo Schwarz

Kiel. Gefrorene Mienen, Ratlosigkeit, Enttäuschung – Volleyball-Zweitligist VT Kiel konnte auch am Sonnabend seine „Blockade“ nicht lösen und erlitt in einer bislang verkorksten Saison die nächste Niederlage. Eine unerwartete, war das Team von Coach Thomas Kröger gegen die Internats-Youngsters des VCO Berlin doch mit großen Erwartungen ins Spiel gegangen. Doch das 1:3 (25:20, 19:25, 23:25, 22:25) brachte Ernüchterung.

Auszeit zwischen dem dritten und vierten Satz: Es steht 1:2. Und während sich die Berliner Nachwuchs- Auswahl (Jahrgang 1993/94) im Pulk hitzig auf den vielleicht entscheidenden vierten Abschnitt einstimmt, bieten die Kieler auf der anderen Seite ein trostloses Bild. Hängende Köpfe, Schockstarre, minutenlang wirkt Coach Kröger nicht auf seine Spieler ein. Die Krise der Kieler „Adler“, die nun nicht mehr wegzudiskutieren ist, ist auch eine mentale, die mit den richtigen Impulsen zur rechten Zeit zu tun hat.

Dabei beginnt das Match vielversprechend. Satz eins: Björn  Blumtritt überzeugt mit variablem Zuspiel, VT zeigt sehenswerte Aktionen in der Feldabwehr, im Block, der starke Florian Huth mit drei tollen Punkten zum 24:20 macht den berühmten „Sack“ zu und verschleiert so auch  aufkeimende Schwächen im Angriff. Satz zwei: Ungenauigkeiten schleichen sich ein, VT gerät mit 13:17 in Rückstand. Am Zuspieler liegt es nicht, doch Thomas Kröger bringt Jannes Klee ins Spiel. Klee ist seine Nervosität beim Heim-Debüt deutlich anzumerken. Der Satz ist verloren. Symptomatisch für den Kieler Auftritt ist der dritte Satz: Eine 6:2- und 16:13-Führung brechen durch Ungenauigkeiten und leichte Fehler zusammen. Nils Rohde, der sichtlich um seinen Stammplatz kämpft, spielt groß auf, macht wichtige Punkte. Wieder ist es eine verunglückte Annahme, die zum Satzverlust führt.

Im vierten Abschnitt – VCO hat sich immer weiter in Block, Annahme und Abwehr gesteigert – geraten vollends verunsicherte Kieler schnell mit 2:8 ins Hintertreffen. Michael Schmäschke ersetzt Sascha Krieblin (Mitte), Michel Bargmann Nils Rohde (Außen), Klee kommt erneut für Blumtritt, der sichtlich und hörbar unzufrieden ist mit seiner Auswechslung („Ich weiß nicht, warum ich ausgewechselt wurde“). Mit Klee kehrt der emotionale Faktor wie ein Lebenselixier ins Spiel des VT zurück. Ein Block Bargmanns bringt die 15:14- Führung. Doch Pech, Unvermögen, Unkonzentriertheiten sorgen für die finale Pleite. „Es fehlt das Selbstvertrauen, der Mut geht in einem solchen Spiel immer weiter verloren. Darum brauchen wir jetzt ein, zwei Siege“, resümiert Thomas Kröger.


VT Kiel: Bargmann, Blumtritt, Ewald, Huth, Klee, Krieblin, Krug, Lüdike, B. Poniewaz, D. Poniewaz, Rohde,  Schmäschke, Sievers – Zuschauer: 250.