2. Liga / VT Kiel feiert ersten Heimsieg der neuen Saison

David Poniewaz im Angriff

In einem nur selten hochklassigen Spiel setzten die Kieler sich vor etwa 200 Zuschauern verdient mit 3:1 Sätzen (25:23, 18:25, 25:21, 25:19 )gegen die DJK Delbrück durch und schafften somit nach dem Negativtrend der letzten 4 Bundesligaspiele den 2. Saisonsieg.

Die Kieler gingen dabei nach einer guten und konzentrierten Arbeit in der letzten Trainingswoche und der erfolgreichen Verteidigung des Regionalpokaltitels frohen Mutes in das 6. Saisonspiel. Auch der schon länger feststehende Ausfall von Mittelblocker Daniel Krug (Urlaub) und die beiden kurzfristigen Ausfälle von Michael Schmäschke (Krankheit) und Florian Lüdike (private Gründe) sollten nichts an der Zielsetzung ändern und so ging man hoch motiviert in das Spiel. Dass die letzten Niederlagen aber nicht gänzlich verdrängt werden können, merkte man den Kielern das ganze Spiel über immer wieder an. So verpasste man es im 1. Satz, sich zu Beginn bereits deutlich abzusetzen, indem man mehrere gute Breakchancen immer wieder ungenutzt lies und den Gegner durch einfache Fehler aufbaute. Erst zum Ende des Satzes spielte man selbst fehlerfreier und so gelang es durch großen Siegeswillen den fast schon verloren geglaubten Satz doch noch mit 25:23 für sich zu entscheiden.

Doch statt auf Grund des glücklich gewonnen Satzes nun selbstsicherer zu agieren, passierte im 2. Satz gegenteiliges und die Kieler spielten wieder sehr fehlerreich, so dass sich Delbrück einen komfortablen Vorsprung (16:9) erkämpfen konnte. Kiels Trainer Thomas Kröger versuchte durch einige Wechsel neues Schwung in seine Mannschaft zu bringen, aber auch die neuen Spieler konnten diesen Satz nicht mehr drehen. Dennoch blieben mit Bennet Poniewaz und Tobias Wende die beiden Eingewechselten auf dem Feld und sollten mit dafür sorgen, dass die Sätze 3 und 4 in Kiel bleiben. Nun wieder mit weniger Eigenfehlern agierend, verlief der 3. Satz sehr ausgeglichen bevor das VTK sich rechtzeitig zur 2. technischen Auszeit eine kleine Führung erspielen konnten. Diese wurde bis zum Satzende hin nicht mehr abgegeben und so ging der 3. Satz sicher an die Kieler. Im 4. Satz schaffte man es, durch einen sehr starken Beginn, den Willen der stark kämpfenden Delbrücker zu brechen und so konnten die Kieler sich schnell mit 6 Punkten absetzen. Diese Führung wurde dank einer konzentrierten Leistung bis zum Satzende gehalten und so stand zum Schluss endlich der 2. Saisonsieg des VTK zu Buche.

Nun gilt es auch in den kommenden Trainingseinheiten weiter konsequent an den eigenen Schwächen zu arbeiten, damit die nächsten Siege nicht wieder so lange auf sich warten müssen wie dieser. Die nächste Gelegenheit dafür haben die Kieler bereits nächsten Sonntag um 14h in Schöneiche, wenn es in dem Pokalfight darum geht, welches Team im DVV-Pokal-Achtelfinale den Erstligisten CV Mitteldeutschland empfangen darf.

 

 

24.10.2011

Kieler Nachrichten: Kieler Magerkost ohne Ästethik

2. Volleyball Bundesliga: VT-Männer erkämpfen sich 3:1 Sieg

 

Von: Tamo Schwarz

Kiel. So viel ist klar: Beim Volleyball-Zweitligisten VT Kiel ist längst noch nicht alles klar. Immerhin, mit dem 3:1  (25:23, 18:25, 25:21, 25:19) gegen die DJK Delbrück konnte VT nach vier Niederlagen in Folge gestern Nachmittag endlich wieder punkten. Nach einem rustikalen Kampfspiel ohne ästhetische Auffälligkeiten bleiben jedoch Fragen offen, was die Besetzung in Zuspiel und Annahme betrifft.

Erneut war es die Annahme, die Zuspieler Björn Blumtritt das Leben schwer machte, ihn zu langen Laufwegen zwang. Es entwickelte sich so ein Fehlerfestival, auch auf Seiten stark ersatzgeschwächter Delbrücker, die sich vor dem Spiel die Dienste des kanadischen Profis Andrew Korol auf der vakanten Zuspielposition gesichert hatten. Als „Fels in der Brandung“ erwies sich im VT-Dress Florian Huth, der im Gegensatz zu seinen im Abschlag ungenauen Kollegen für die nötigen Angriffspunkte und damit maßgeblich für den Satzgewinn zum 1:0 sorgte. Doch VT verlor weiter an Stabilität. Im zweiten Satz brachte VT-Coach Thomas Kröger beim 8:14 zunächst Bennet Poniewaz für Nils Rohde in der Annahme, danach (9:16) Tobias Wende für Blumtritt im Zuspiel. Wende, Leihgabe aus dem Regionalliga-Kader,
machte seine Sache gut, hinterließ bleibenden Eindruck für die Position neben VT-Kapitän Blumtritt und würde sich bei einem weiteren Einsatz im Bundesliga-Aufgebot „festspielen“.

Wende blieb bis zum Ende eines Spiels auf dem Feld, das weiterhin nichts für Feinschmecker war. Er harmonierte besonders mit Bengt Sievers in der Mitte, der ebenso „solide“ agierte wie phasenweise David Poniewaz (Diagonal), der Florian Lüdike ersetzte. Der vierte Satz gegen eine DJK, die zusehends nur noch von Korols Variabilität profitierte und konditionell einbrach, war schließlich Formsache. Florian Huth, laut VT-Coach Kröger „überragender Spieler“, zeigte sich erleichtert, aber auch  selbstkritisch: „Uns allen fehlt momentan die Sicherheit. Ich war zum Beispiel im ersten Satz ein Totalausfall in der Annahme und wurde von Nils (Rohde, d. Red.) und Kristian (Ewald, d. Red.) stabilisiert.“ Kröger hofft nun, dass der Sieg in einem „auf beiden Seiten nervös geführten Spiel mit vielen Fehlern“ seiner Mannschaft „Selbstvertrauen für
kommende Aufgaben“ gibt. Die nächste Aufgabe könnte dem Kieler Publikum ein echtes „Schmankerl“ (Kröger) bescheren. Am Sonntag (14 Uhr) steht beim Ligakonkurrenten TSGL Schöneiche die Qualifikation für das DVV-Pokal-Achtelfinale auf dem Programm.


VT Kiel: Bargmann, Blumtritt, Ewald, Huth, Krieblin, Naffin, B. Poniewaz, D. Poniewaz, Rohde, Sievers, Wende –  Zuschauer: 200.