2. Liga / VT Kiel verliert hochklassiges Spiel bei den Tebus

Die Kieler verlieren, trotz einer über weite Strecken sehr guten Leistung, knapp mit 1:3 (26:24, 15:25, 24:26, 26:28) beim VCB Tecklenburger Land. Damit stehen sie nun mit 4:10 Punkten auf dem 11. Tabellenplatz der 2. Bundesliga Nord.

Am letzten Sonntag stand für die Kieler das mittlerweile 4. Auswärtsspiel der noch relativ jungen Bundesligasaison an. Im Tecklenburger Land sollte dabei der Aufwärtstrend der letzten Wochen bestätigt werden und nach der Negativserie von 4 Spielen sollte der Heimsieg gegen Delbrück genutzt werden, um eine kleine Siegesserie zu starten. So gingen die Kieler hochmotviert ins Spiel und konnten auch von ihrem Trainer Thomas Kröger durch einen falsch aufgeschriebenen Aufstellungszettel nicht aus dem Tritt gebracht werden. Aus einer soliden Annahme heraus, in der diesmal neben Libero Kristian Ewald  Florian Huth und Nils Rohde agierten, konnten die Kieler ein schnelles Spiel aufziehen und sich so bis zur 2. technischen Auszeit einen komfortablen 5 Punkte Vorsprung erspielen. Die Tebus kamen nun aber besser ins Spiel und kamen Punkt um Punkt heran. Beim 24:24 war dieser Vorsprung dann gänzlich geschrumpft und die Tebus konnten zum ersten Mal in diesem Satz ausgleichen. Nach souveränem Sideout war es dann, nach einer langen Rallye, Nils Rohde vorbehalten, den Satzerfolg für die Kieler einzutüten.

Wer nun aber dachte, dass der knappe Satzgewinn den Kielern das nötige Selbstbewusstsein für den kommenden Satz geben sollte, täuschte sich leider. Nach der eigenen 4:3 Führung zu Beginn des Satzes, schalteten die Kieler ohne erkennbare Gründe um mindestens 2 Gänge zurück und machten den Tecklenburgern das Spiel sehr leicht. So ging der 2. Satz hoch verdient mit 15:25 an die Gastgeber. Trainer Kröger nutzte die 10-Minuten Pause um seine Mannschaft noch einmal heiß zu machen und erinnerte an die gute Leistung aus dem 1. Satz. Dieses schien auch zu fruchten, denn die Kieler agierten wiederum sehr aufmerksam im Sideout und so entwickelte sich ein sehr spannender Satz, in dem bis zum 24:24 sich kein Team mit mehr als 2 Punkten absetzen konnte. Diesmal sollten aber leider die Tecklenburger das bessere Ende für sich haben und nach einem erfolgreichen Block über die Außenposition den Satz knapp mit 24:26 für sich entscheiden.

Angespornt durch den knappen und unnötigen Satzverlust nahm das Spiel nun wieder einen ähnlichen Verlauf wie im 1. Satz. Die Kieler spielten eine sehr starke Block/Feldabwehr und so gelang es ihnen, sich bis zur Mitte des Satzes auf 17:13 abzusetzen. Nach einigen unnötigen Eigenfehlern in Folge konnten die Tecklenburger diesen Rückstand aber umbiegen und gingen selbst knapp in Führung. Dennoch waren es die Kieler, die bei 24:22 zwei mal die Möglichkeit hatten den Tiebreak zu erzwingen. Die Tebus erzeugten allerdings so viel Druck im Aufschlag, dass den Kielern kein guter Spielaufbau mehr gelang und so ging im Endeffekt auch dieser Satz knapp und glücklich an die Gastgeber.

Dennoch bleibt zu sagen, dass die Kieler bei diesem Spiel ihre wohl beste Saisonleistung zeigten und somit der positive Trend deutlich weiter erkennbar ist. Nun gilt es in den nächsten Wochen weiter konsequent und konzentriert im Training zu arbeiten, so dass schon bald die nächsten Punkte auf der Habenseite zu verzeichnen sind.

 

 

31.10.2011

Kieler Nachrichten: VT Kiel: Kratzer auf der Seele 

Volleyball Zweitligist verliert auswärts mit 1:3

 

Von: Tamo Schwarz

Ibbenbüren. Trainer Thomas Kröger, Coach des Volleyball- Bundesligisten VT Kiel, sah ein Spiel „auf hohem  Zweitliga- Niveau“. Ein Spiel beim VCB Tecklenburger Land, in dem sich seine Mannschaft am Ende entscheidende Fehler leistete und mit 1:3 (26:24, 15:25, 24:26, 26:28) unterlag.

Dass VT im vierten Satz auch ein 24:22 nicht in den Tie-Break rettete, beschrieb Außenangreifer Florian Huth nach dem Match als „hirnlos“ und gewährte Einblick in sein Innenleben: „Die vielen Niederlagen haben am Selbstvertrauen gekratzt. Ich würde nicht von Krise sprechen, aber das 1:3 heute tut der Seele nicht gut.“ Mit Nils Rohde und Libero Kristian Ewald bildete Huth von Beginn an einen über weite Strecken gut funktionierenden Annahme-Riegel. Besonders Rohde machte in Annahme und Angriff eine gute Figur. Block und Feldabwehr funktionierten in den Augen von VT-Trainer Kröger ebenfalls „sehr gut“.

VT gewann den ersten Satz knapp, nahm sich in Abschnitt zwei eine Auszeit, um dann in den Sätzen drei und vier jeweils in Führung zu gehen. Doch in den entscheidenden Phasen machte schließlich der Gastgeber das Rennen: „Hier ein Ball ins Aus, da einer in den Block – wir machen einfach dumme Fehler“, resümierte Florian Huth. „Vielleicht fehlt uns mittlerweile der Glaube daran, solche knappen Spiele gewinnen zu können.“ Am kommenden Wochenende
trifft VT auf das Internatsteam des VCO Berlin. Bis dahin wartet auf Thomas Kröger und seine Spieler viel (Kopf-) Arbeit. „Ich habe auch heute wieder eine Steigerung gesehen“, sagte der Kieler Coach. Seine Mannschaft ist auf Platz elf der Zweitliga-Tabelle abgerutscht und muss sich an den Gedanken gewöhnen, in Abstiegsgefahr zu stecken. tas

VT Kiel: Bargmann, Blumtritt, Ewald, Huth, Krieblin, Lüdike, B. Poniewaz, D. Poniewaz, Rohde, Schmäschke,  Sievers – Zuschauer: 372.